
KI-Konto gehackt? So findest du Hinweise
Wenn du ChatGPT, Claude, Perplexity oder ähnliche KI-Plattformen regelmässig nutzt, lohnt sich ein kurzer Sicherheitsblick. Denn laut dem vorliegenden Beitrag können auch solche Konten von Angreifern ins Visier genommen werden, ganz ähnlich wie andere Online-Dienste.
Die gute Nachricht: Bei den genannten Plattformen gibt es konkrete Stellen, an denen du nach verdächtigen Anmeldungen suchen oder alle Sitzungen beenden kannst. Das ist keine Raketenwissenschaft, eher wie ein Blick auf die Haustür: Ist alles abgeschlossen, und steht da vielleicht jemand im Flur, den du nicht kennst?
Was passiert ist
Der Artikel beschreibt, wie du bei beliebten KI-Plattformen Hinweise auf ein gehacktes Konto erkennst. Genannt werden konkret ChatGPT, Claude und Perplexity. Die zentrale Aussage: Auch Konten auf KI-Plattformen können angegriffen werden, und Nutzerinnen und Nutzer sollten prüfen können, ob jemand Fremdes angemeldet ist.
Für ChatGPT beschreibt die Quelle einen Weg über den Browser am Computer. Du klickst unten links auf deinen Benutzernamen, gehst zu Settings, dann zu Security and Login und anschliessend zu Active Sessions. Dort siehst du, wo du mit deinem ChatGPT-Konto angemeldet bist. Wenn du ein Gerät nicht erkennst, kannst du dieses einzelne Gerät abmelden. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, mit Log out all alle aktiven Sitzungen zu beenden.
Wenn du bei ChatGPT danach dein Passwort ändern willst, beschreibt der Artikel folgenden Ablauf: Du meldest dich zuerst ab. Dann gehst du auf der ChatGPT-Webseite unten links auf Log in, gibst deine E-Mail-Adresse ein, klickst auf Forgot password und danach auf Continue. ChatGPT sendet dir dann eine E-Mail mit einem sechsstelligen Code. Diesen Code gibst du auf der Anmeldeseite ein, klickst auf Continue und vergibst ein neues Passwort. Laut Quelle kannst du auch in der erhaltenen E-Mail auf reset your password klicken, um die offiziellen Anweisungen zu sehen.
Bei Claude läuft die Prüfung ähnlich, aber nicht identisch. Du öffnest Claude im Browser am Computer, klickst unten links auf deinen Benutzernamen, dann auf Settings und anschliessend auf Account. Dort findest du Active sessions, also aktive Sitzungen. Wenn dir eine Sitzung unbekannt vorkommt, kannst du mit der Maus darüberfahren, auf die drei senkrechten Punkte rechts klicken und dann Log out oder Terminate wählen. Auch Claude bietet laut Quelle die Möglichkeit, mit Log out of all devices alle Geräte abzumelden.
Ein wichtiger Unterschied: Claude erlaubt laut Quelle keine Passwörter. Stattdessen sendet Anthropic, der Anbieter von Claude, einen Anmeldelink an deine E-Mail-Adresse. Deshalb gibt es dort auch kein Passwort, das du ändern kannst.
Bei Perplexity ist die Situation nochmals anders. Die KI-gestützte Suchmaschine zeigt laut Quelle nicht an, wo du angemeldet bist. Wenn du befürchtest, dass jemand in deinem Konto ist, gehst du im Browser zu Perplexity, klickst unten links auf deinen Benutzernamen, dann auf All settings und anschliessend auf Sign out of all sessions. Danach bestätigst du mit Confirm. Anschliessend kannst du dich wieder anmelden, indem du deine E-Mail-Adresse eingibst. Per E-Mail erhältst du einen eindeutigen sechsstelligen Code. Diesen gibst du auf der Webseite ein, oder du klickst in der E-Mail direkt auf Sign in.
Als allgemeine Schutzmassnahmen nennt die Quelle eindeutige Passwörter, die in einem Passwortmanager gespeichert werden, sowie Multi-Faktor-Authentifizierung, kurz MFA. Ein Passwortmanager ist ein Programm, das sichere Passwörter verwaltet, damit du nicht überall dasselbe Passwort verwenden musst. Multi-Faktor-Authentifizierung bedeutet, dass für die Anmeldung neben dem Passwort noch ein zweiter Nachweis nötig ist. Laut Quelle bieten ChatGPT und Perplexity MFA an. Claude tut dies nicht, weil die Anmeldung dort über einen Link an deine E-Mail-Adresse läuft.
Warum das relevant ist
Viele Menschen behandeln KI-Plattformen inzwischen wie ein Arbeitswerkzeug: schnell eine Frage stellen, einen Text prüfen, eine Idee ordnen, eine Zusammenfassung erstellen. Genau darum ist es relevant, dass diese Konten wie andere Online-Konten geschützt werden müssen. Die Quelle formuliert es nüchtern: Angreifer können auch Konten auf beliebten KI-Plattformen wie ChatGPT, Claude und Perplexity ins Visier nehmen und sich Zugang verschaffen.
Der wichtigste praktische Hinweis ist nicht besonders spektakulär, aber sehr nützlich: Schaue nach, welche Sitzungen aktiv sind. Eine aktive Sitzung ist eine bestehende Anmeldung, etwa in einem Browser oder auf einem Gerät. Wenn dort ein Gerät auftaucht, das du nicht erkennst, ist das ein Warnsignal. Bei ChatGPT und Claude kannst du solche Sitzungen einzeln beenden. Bei Perplexity siehst du laut Quelle die Orte oder Geräte nicht, kannst aber alle Sitzungen auf einmal abmelden.
Das ist gerade für KI-Einsteigerinnen hilfreich, weil es einen klaren Prüfpunkt gibt. Du musst nicht wissen, wie ein Angriff technisch funktioniert. Es reicht für den ersten Schritt, dass du weisst: Wo sehe ich aktive Sitzungen, und wie melde ich unbekannte oder alle Sitzungen ab?
Für fortgeschrittene Anwenderinnen und Anwender ist der Artikel ebenfalls relevant, weil er zeigt, dass sich die Sicherheitsfunktionen je nach Plattform unterscheiden. ChatGPT bietet eine Liste aktiver Sitzungen und die Möglichkeit, einzelne Geräte oder alle Sitzungen abzumelden. Claude zeigt ebenfalls aktive Sitzungen, funktioniert aber ohne Passwort. Perplexity zeigt keine Liste der Anmeldungen, bietet aber das Abmelden aller Sitzungen. Wer mehrere KI-Dienste nutzt, sollte diese Unterschiede kennen, statt überall denselben Ablauf zu erwarten.
Auch die Empfehlung zu eindeutigen Passwörtern ist wichtig. Die Quelle empfiehlt, einzigartige Passwörter in einem Passwortmanager zu speichern. Das heisst praktisch: Nicht dasselbe Passwort für mehrere Dienste verwenden. Falls ein Passwort irgendwo gestohlen wird, soll es nicht gleich die Tür zu weiteren Konten öffnen. Ergänzend empfiehlt die Quelle MFA, wo verfügbar. Bei ChatGPT und Perplexity ist das laut Artikel der Fall.
Was das für dich heisst
Für Einsteiger
Wenn du KI-Plattformen nutzt und dich fragst, ob dein Konto noch unter deiner Kontrolle ist, beginne mit dem einfachsten sichtbaren Hinweis: den aktiven Sitzungen. Bei ChatGPT findest du diese unter Settings, Security and Login, Active Sessions. Bei Claude findest du sie unter Settings, Account, Active sessions. Wenn du ein Gerät nicht erkennst, melde es ab. Wenn du unsicher bist, kannst du bei ChatGPT und Claude alle Geräte abmelden und dich danach neu einloggen. Bei Perplexity gibt es laut Quelle keine Anzeige, wo du angemeldet bist; dort ist Sign out of all sessions der direkte Weg.
Für Fortgeschrittene
Wenn du mehrere KI-Plattformen parallel nutzt, lohnt sich eine kleine Routine. Prüfe nicht nur, ob du noch Zugriff hast, sondern auch, welche Plattform welche Sicherheitslogik verwendet. ChatGPT arbeitet mit aktiven Sitzungen und Passwortwechsel über E-Mail-Code. Claude zeigt aktive Sitzungen, nutzt aber keine Passwörter, sondern Anmeldelinks per E-Mail. Perplexity zeigt keine aktive Geräteübersicht, erlaubt aber das Abmelden aller Sitzungen. Ergänze diese Kontrolle laut Quelle mit eindeutigen Passwörtern in einem Passwortmanager und aktiviere MFA dort, wo sie angeboten wird, also bei ChatGPT und Perplexity.
Konkret ausprobieren
- Prüfe deine aktiven Sitzungen. Öffne ChatGPT oder Claude im Browser am Computer und gehe zu den genannten Konto- oder Sicherheitseinstellungen. Suche nach Active Sessions beziehungsweise Active sessions. Achte darauf, ob dir ein Gerät oder eine Sitzung unbekannt vorkommt.
- Melde Verdächtiges ab. Bei ChatGPT kannst du ein unbekanntes Gerät einzeln abmelden oder mit Log out all alle Sitzungen beenden. Bei Claude kannst du über die drei Punkte neben einer Sitzung Log out oder Terminate wählen oder mit Log out of all devices alle Geräte abmelden. Bei Perplexity gehst du über All settings zu Sign out of all sessions und bestätigst mit Confirm.
- Stärke deine Anmeldung. Nutze laut Quelle eindeutige Passwörter, am besten gespeichert in einem Passwortmanager. Aktiviere MFA, wo die Plattform es anbietet. Laut Artikel ist das bei ChatGPT und Perplexity der Fall. Bei Claude gibt es kein Passwort zum Ändern, weil die Anmeldung über einen Link an deine E-Mail-Adresse erfolgt.
Quellen


Bild: Gustavo Fring via Pexels